Das Denkmal

Unser künftiges Zuhause ist ein denkmalgeschütztes Gebäude — die ehemalige Osterhusumer Schule. Hier ein Überblick über die Architektur, originale Details und die historische Bedeutung des Hauses.

Gebäudebeschreibung

Das Osterhusumer Schulgebäude wird als „langgezogener zweigeschossiger Klinkerbau mit zwei kurzen giebelständigen Querriegeln" charakterisiert. Der östliche Klassentrakt erstreckt sich über abschüssiges Gelände mit Kellergeschoss.

Die architektonischen Merkmale umfassen: spitzes Satteldach mit roten Pfannen, glatte Backsteinwände mit heterogenen Steinen, kontrastreich weiße Fugen, Fenstergruppierungen (vier, drei oder zwei Fenster pro Gruppe) und Stichbogengauben mit Holzfenstern.

Südlicher Kopfbau

Der südliche Bereich fungiert als repräsentativer Eingangsbereich mit Arkaden, Vorhalle auf Plateau mit vier Stufen, original erhaltenen Wandlampen, drei stichbogigen Fenstern über einem Balkon (mit Kunststeinkonsolen und Geländer mit Jahreszahl „1951") und einer markant positionierten Uhr.

Originalausstattung

Erhaltene Details sind die Holztüren mit Sandsteinrahmungen, glasdurchbrochene Holztüren mit vertikalen Sprossen und das Dielenfenster mit diagonaler Vergitterung.

Historischer Kontext

Die Schule wurde 1951 nach Plänen des Flensburger Architekten Kurt Richter erbaut, nachdem Husums Bevölkerung durch Flüchtlingsaufnahme nach dem Zweiten Weltkrieg angewachsen war. Das Gebäude verbindet „traditionelle Formensprache" (Satteldach, Rotstein, Sprossen) mit modernen reformpädagogischen Elementen (Arkaden, außenliegende Sanitäranlagen).

Architekturgeschichtliche Bedeutung

Das Schulgebäude dokumentiert „architekturgeschichtliche Kontinuität über das Jahr 1945 hinaus" und wird mit der vergleichbaren Wesselburen-Schule (1950–52) als Beispiel für Heimatschutzarchitektur-Einflüsse erwähnt. Ab Mitte der 1950er Jahre setzte sich modernere „50er-Jahre-Architektur" durch.

Das Gebäude prägt seinen Stadtteil durch Höhenlage und großes Freigelände.

Quelle: Denkmallistenauszug, Schleswig-Holstein Landesamt für Denkmalpflege